Wendepunkt1879 startete Thomas Alva Edison die industrielle Massenfertigung der Glühlampe. Bis zu diesem Zeitpunkt soll er 2000 Materialien getestet haben bis das serienreife Leuchtmittel 400 Stunden leuchtete. Er hat es nicht versäumt, diesem Leuchtmittel Standardfassungen und Leistungsangaben mit auf den
18.03.2013
Wendepunkt
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Thomas Edison
1879 startete Thomas Alva Edison die industrielle Massenfertigung der
Glühlampe
. Bis zu diesem Zeitpunkt soll er 2000 Materialien getestet haben bis das serienreife Leuchtmittel 400 Stunden leuchtete. Er hat es nicht versäumt, diesem Leuchtmittel Standardfassungen und Leistungsangaben mit auf den Weg zu geben. In langer Entwicklung entstehen bis zum heutigen Tag eine Vielzahl von Lampentypen mit den unterschiedlichsten Fassungen und Leistungen.

Die in den 1960er Jahren entwickelte Halogenlampe wird in den Projektionsgeräten und Scheinwerfern dieser Zeit mit Begeisterung eingesetzt. Sie führt zu mehr Licht bei geringerem Energieverbrauch. Die Konstruktion der Wendelgeometrie erlaubt kleinere Reflektoren und letztendlich auch kleinere Scheinwerfer. In den Folgejahren verdrängen die
Halogenlampen
das Glühlicht und halten in fast allen Scheinwerfern Einzug. So bleiben die bekannten
Niedervoltlampen
mit ihrem charakteristischen Licht, die Halogenlampen und seit den 1970er Jahren auch die
Entladungslampen
für die Bühnenbeleuchtung bestimmend.

In 135 Jahren hat sich die Bühnenbeleuchtung mit dem elektrischen Licht der Glühlampe identifiziert und die speziellen Vor- und Nachteile kennen gelernt. Nun erfährt sie eine wesentliche Bereicherung.
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In den 1980er bis frühen 90er Jahren wird bei Nichia die erste helle, kommerziell blau strahlende
LED
entwickelt. 1995 erfolgt die Vorstellung einer LED, die weißes Licht mit der Technik der Lumineszenzkonversion erzeugt. Seit dieser Zeit entwickeln alle renommierten Leuchtdioden-Hersteller neue LED-Typen. Fast täglich erscheinen immer hellere LED - Leuchtmittel auf dem Markt. Das fast monochromatische Lichtspektrum der LED ruft im Auge eine andere Farbempfindung hervor, als das Licht unserer 135 Jahre alten "Glühbirne". Bei LED-RGB Scheinwerfern, die mit den unterschiedlichsten Technologien der Farbmischung arbeiten, nehmen wir immer ein spektral - ausgedünntes Licht war. Eine natürliche Farbwiedergabe ist nur möglich, wenn das ausgesendete Licht auch im gesamten sichtbaren Spektrum vorhanden ist. Fehlt eine Farbe, so kann die Oberfläche, die diese Farbe aufweist, auch farblich nicht dargestellt werden. Das in Summe der RGB - Farbmischung (Additive Farbmischung) vorliegende Weiß ist abhängig vom Hersteller und letztendlich auch vom Preis. Bei einem "Hersteller - Mix" fällt dieses "Weiß" jedes Mal anders aus.

Sind die Farbwiedergabeeigenschaften eines LED - Scheinwerfers schlecht, dann ist die Qualität der Ausleuchtung schlecht. Farben und Hauttöne werden unnatürlich wiedergegeben. Bei Effekten haben die einfachen RGB-LED - Scheinwerfer sicherlich ihre Berechtigung - aber für anspruchsvolle Beleuchtungsaufgaben sind diese Geräte unbrauchbar.

Mit einem Halogenleuchtmittel ist die Qualität des Farbeindruckes von Materialien auf der Bühne stets konstant. Der Einsatz von Farbfolien führt immer zum gleichen Ergebnis. Anders beim LED - Scheinwerfer. Der Farbwiedergabeindex (CRI) bekommt mit dem Leuchtmittel LED eine völlig neue, aber entscheidende Bedeutung. Der CRI Wert ist bedeutend für die Qualität der Ausleuchtung eines Bühnenbildes.
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Spektrale Vielfalt - Farbmischsystem x7
1992 stellt ETC erstmalig den Source Four Profilscheinwerfer mit der Hochleistungs - Halogenlampe HPL 575W vor. Zwischenzeitlich ist dieser Scheinwerfer mit einem 750W Leuchtmittel erhältlich. 2009 übernimmt ETC von den Entwicklern und Spezialisten Novella Smith und Rob Gerlach die Selador Serie. Dadurch erweitert sich die Produktpalette dieses erfolgreichen amerikanischen Herstellers erheblich. Eine bisher unerreichbare Farbnuancierung, ein natürliches Weiß mit einem CRI von 84 bei 3200° K und 92 bei 5600° K, werden durch das verwendete
x7 Farbmischsystem mit seinen 7 LED Farben
erzeugt.
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Der fertige Gassenwagen
Der
Source Four LED
als Profilscheinwerfer erzeugte auf der Prolight + Sound eine große Resonanz, was bei seinen technischen Daten einleuchtend ist. Das patentierte x7 Farbmischsystem in einem Profilscheinwerfer, die Verwendung der herkömmlichen Optiken und die bekannte Abbildungsqualität eines Source Four hat viele nach den ersten Vorführungen überzeugt.
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Erster Test
Dass wir im Rahmen einer Neuinvestition in der Sächsischen Staatsoper für den Bereich der Bühne mit diesem neuen Scheinwerfer ein neues Gassenwagensystem fertigen konnten setzt ein Zeichen. Es entstehen für die Nutzer völlig neue künstlerische Möglichkeiten. Der immer wichtiger werdende Aspekt der Energieeinsparung ist nicht unerheblich. Bei den 50 eingesetzten Geräten verringert sich der Verbrauch von einst 50kW auf jetzt 8kW.